Wollte mal fragen, ob jemand schon mal ein Lawinenseminar ( Kurs zur Beurteilung und über die Gefahren von Lawinen) gemacht hat und wie so sine Erfahrungen waren? Und wäre auch froh wenn mir jemand einen Anbieter von Lawinenseminaren aus der Schweiz " empfehlen" könnte?
hi!
ich habe schon bei einem Vortrag zu lawinenkunde teilgenommen. aber einen richtigen Kurs noch nicht gemacht. ich weiß aber, dass es sehr interessant ist!
ich würde mal beim Schweizer Snowboard Verband anfragen (http://www.ssbs.ch) bzw. bei denen einfach unter Camps schauen. In Österreich gibt es auch solche camps schau mal unter www.saac.at das ist auch bestimmt billiger, oder unter www.boarder.at
Viel Spaß
Anja
ich hab so was in rahmen eines ein wöchigen hochtouren-kurses gehabt. ich fands mega interessant, allerdings beruht hier vieles auf langjähriger erfahrung.
aber sehr empfehlenswert.
schau mal beim alpenverein, die bieten so was noch an
frag doch ma beim Sjoerd unter http://www.ripstar.nl/
is an extrem guter Boarder der scho ewig in Österreich lebt und Suuperkurse anbietet (auch Carving/Freestyle) der is auch nich so an Abzocker...
hat jemand von euch mitlerweile bei einem kurs teilgenommen? wäre cool wenn ihr mal was darüber erzählen könnte und empfehlungen schreiben :-)
thx
ride on
timm
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Hab eauch vor dieses Jahr endlch einen Kurs zu machen, da ich auch mal in ein paar weitere unbekannte Gebiete gehen will.
Ich hab auch mal unter Google gesucht und gesehen, dass es auch reine Theoriekurse gibt. Ich weiss nicht ob ein reiner Lawinen-Theoriekurs was bringt, Praxis wäre denke ich schon besser. Bin richtig überrascht wie viele Angebote es gibt zum Thema Lawinenkurse, letztes Jahr waren diese Kurse offensichtlich noch nicht so populär!
Wenn ich dann einen Kurs gemacht habe, werde ich sehr gerne einen Beitarg dazu schreiben, ist ja eigentlich auch noch ein wichtiges Thema.
Du hast recht, thoretisch könnte ich morgen auch mal ausschlafen, aber in der Praxis wird mich der scheiss Wecker wieder um 5 Uhr wecken, oder mein Chef spätestens um 05:05 Uhr
Nein Spass bei Seite, ich denke auch das mal das gnaze auch mal live sehen sollte, sonst hat man nachher kein Plan vom ganzen!
Hab gesehen, das es mittlerweile eine CD gibt von der SUVA und dem schweizerischen SChnee- und Lawinenforschungsinstitut. Die CD gibts unter www.whiterisk.ch, für 19 SFR und soll sehr informativ sein. Werd mal schauen was dort so drin steht.
Den Lawinenkurs habe ich immer noch nicht gemacht ich fauler Sack!
So ich habe nun einen Kurs gemacht hat ja lange genug gedauert.
Ich hab den Kurs bei der Bergschule Uri gebucht und das ganze mit den Schneeschuhen gemacht.
Der Kurs dauerte 2 Tage mit Übernachtung in der SAC Hütte Lidernen im Kanton Uri.
Am 1 Tag haben wir (ca 10 Teilnehmer + 1 Bergführer) kurz das LVS angeschaut und dann gleich losgelegt. (LVS vergraben - suchen)
Ebenfalls haben wir Gelaändebeschaffenheit angeschaut, die Schneearten, Hangneigungen, Sonne... und aufgrund dessen die jeweils günstigste Auf- bzw. Abstiegsroute.
Am Abend noch lockere Theorie.(Beurteilung des Lawinenbulletins)
Am 2 Tag sind wir dann bei super Wetter auf den Rossstock (2461m) aufgestiegen. Beim Absteig haben wir eine Lawine simuliert, dh. 3 Rucksäcke vergraben (ca. 1-2 m tief). Das Ergebniss dieser Übung hat mich mehr als erstaunt.
Der künstliche Lawinenkegel bestand aus Lockerschnee und trotzdem war es extrem mühsam die Rücksäcke im lockeren Schnee zu vergraben, vom anschliessenden ausgraben will ich gar nicht reden. Ohne Schauel/ Sonde wäre man hoffnungslos verloren. Das Graben mit Board oder Schneeschuhen hat keinen Sinn auch wenn das gewissen meinen.
Wir haben den Ernstfall simuliert mit Alarmierung der Rettunghsorganisationen (durfte ich machen) und das war gar nicht so einfach, da in den Bergen die Netzabdeckung noch immer nicht so gut ist wie in der City
Naja, ich speedetet dann so schnell ich konnte auf den nächsten Hügel wo ich eingermassen Empfang hatte.
Währenddessen haben die anderen mit suchen der `Verschütteten` begonnen, was mit der neusten Generation von LVS keine Hexerei mehr ist, allerdings auch nicht zu unterschätzen ist.
Nach der Grobsuche mit dem LVS kam die Feinortung mit der Sonde. Wer jetzt denkt `Pfff Sonde, brauch ich nicht`, der irrt. Ich dachte auch immer Schaufel und LVS reicht völlig. Da der Verschüttete aber einige Meter unter dem Schnee liegen kann zeigt das LVS die Schneedicke aber auch als Entfernung an und auch sonst kann das Resultat geringfügig von der tatsächlichen Entfernung abweichen.
Gut gesehen haben wir das beim 3 `Verschütteten` den wir suchen mussten. Wir haben zu 2 gegraben wie die Wilden und fanden einfach nichts - Fuck!
Weiter sondieren, graben und der Rucksack lag dann schlussendlich einige cm neben der ursprünglichen Stelle an der wir zu graben begannen. Resultat: 2 hätten vermutlich überlebt, der 3 wäre wahrscheinlich gestorben, da wir doch ein wenig lange hatten.
Wichtig wie immer bei Unfällen: Ruhe bewahren und wenn man Zeuge eines Lawinenniedergangs wird soll man sich nach öglichkeit den Punkt merken an dem allenfalls Menschen verschüttet wurden. Ebenfalls wichtig. 1 Person soll die Führung übernehmen und die Aufgaben verteilen, nicht das alle das selbe machen, es zählt echt jede Sekunde...
1 Person soll mindestens die Hänge beobachten nicht das die Retter selber noch gerettet werden müssen, da sie von einer 2 Lawine verschüttet werden. Ist eher unwahrscheinlich aber dennoch möglich.
Fazit: Alles in allem ein interessanter, lehrreicher Kurs, vorallem der Umgang mit LSV, Sonde und die Lawinenübung.
Falls noch wer fragen hat, soll er sich doch melden...